Und wenn der Hochzeitstermin platzt?

Vor kurzem verfolgten wir einen Beitrag in einer Facebook-Gruppe, in dem es um einen geplatzten Hochzeitstermin ging.

Die eigene Hochzeit wird lange voraus geplant. Hier am Bodensee muss manche Location zwei Jahre im Voraus gebucht werden. Das ist eine lange Zeit und in dieser Zeit kann viel passieren.

Auch wir Hochzeitsfotografen stellen uns auf gebuchte Termine ein. D.h. für uns ist dann der Tag gebucht. Weitere Anfragen für diesen Termin werden abgelehnt bzw. wir bemühen uns nicht weiter, diesen Termin zu füllen.

Es gibt ganz unterschiedliche Gründe dafür, dass der geplante Hochzeitstermin dann doch nicht so stattfinden kann. Sei es Krankheit eines Ehepartners, ein Trauerfall im engsten Familienkreis oder persönliche Gründe. An dieser Stelle folgt der unangenehme Part: Bereits gebuchten Dienstleistern muss dies mitgeteilt werden. Und die Frage für das Brautpaar ist, welche Kosten bleiben hängen?

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Es hängt auch davon ab, welchen Verdienstausfall der gebuchte Dienstleister nun durch die Absage hat. Kann der Dienstleister eure Absage durch gleichwertigen Ersatz füllen, hat er (fast) keinen Verdienstausfall – dann entstehen dem Brautpaar, das die Dienstleistung stornieren möchte, auch wenig Kosten.

Beim Hochzeitsfotograf ist es so, dass dieser auf Basis eines Werksvertrags arbeitet. Beim Werklohn ist es so, dass der Auftragnehmer grundsätzlich Anspruch auf die volle Entlohnung hat. Bei einer Stornierung durch das Brautpaar kann lediglich die Ersparnis, die der Auftragnehmer hat (wie z.B. Anfahrt), mindernd angesetzt werden.

Das gleiche gilt beim Floristen oder beim DJ. Bei der Gastronomie ist es etwas komplizierter, da hier noch der Ausfall durch Essen und Getränke dazu kommt.

Unser Tipp: Falls Ihr Eure Hochzeit sehr lange voraus plant und solche Risiken wie Eingangs genannt erkennt, dann erkundigt euch nach einer Rücktrittsversicherung. Mit einer Prämie von etwa 50 Euro könnt ihr eine Hochzeit bis etwa 2.500 Euro absichern. Bei einem Versicherungswert von etwa 10.000 Euro liegt die Prämie bei ca. 195 Euro – beides bei einem Selbstbehalt von ca. 250 Euro.

Dann haben weder ihr noch eure Dienstleister in einem solchen Ausnahmefall irgendeinen Stress.

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