Hochzeit im Vintage-Style

Ehrlich gesagt sind wir große Fans vom Vintage-Style. Unsere eigene Hochzeit haben wir im Stil der 20er und 30er Jahre gestaltet.

Doch wo fängt man/frau an und wo hört man auf? Der Vintage-Style ist nun ja schon einige Jahre im Trend. Kraft-Papiere für die Papeterie wie in diesem Blog-Beitrag beschrieben, sind nur ein kleiner Teil. Klar, kann man der eigenen Hochzeit auch nur so partiell einen Vintage-Style geben. Doch möchte man diesen Stil durchgängig durchziehen, dann braucht es etwas mehr…

Kleidung

Brautpaare möchten es kaum glauben – aber die passende Kleidung zu finden, ist wirklich nicht einfach. Der Reißverschluss, als Beispiel, setzte sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts durch. Kleidung war noch sehr häufig von Knöpfen geprägt. Das beginnt bei der Unterhose für Männer, und geht über das Kleid der Frau (hier war es dann oft ein Hakenverschluss). Strumpfhosen gab es Anfang des 20. Jahrhunderts noch nicht – die entstand erst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts.D.h. Strumpfhalter und entsprechende Strümpfe sind ein Must-have. Hier lohnt sich der Blick über den Ärmelkanal: What Katie Did oder Touchable sind echte Insider-Tipps.

Männer trugen in dieser Zeit oft Knickerbocker, Hosen, die gerade über das Knie reichen. Oder sehr weite Hosen mit Bundfalten. Selbstversändlich einen Sakko und eine Weste darunter. Frauen trugen Kleider, die gerade über das Knie reichten. Dazu natürlich Hut – sowohl für Mann, als auch für die Dame. Der Herr trug einen Hut mit breitem Band oder eine Schildmütze, die sehr locker saß. Die Dame trug oft einen kleineren Hut, der am Haar angesteckt wurde. Wer authentische Kleidung sucht, der findet bei Vecona Vintage (siehe Fotos) eine recht große Auswahl.

Zum selbst nähen oder nähen lassen findet man Material oder auch nur Anregungen bei Nehelina Patterns.

Hair & MakeUp

Für die Frauen dürfte die Frage nach Frisur und MakeUp interessant sein. Anfang des 20. Jahrhunderts kam die Epoche des Jugendstils hoch. Jugendstil, Belle Époque sind übrigens gute Stichwörter für die Suche nach Bildmaterial aus dieser Zeit. Der Charleston war der Tanz der 20er Jahre. Frauen trugen die Haare recht kurz, die Wasserwelle war der Trend dieser Zeit. Wichtig für die Braut: Der Nagellack entstand gerade zu der Zeit – war also noch nicht wirklich verbreitet. Hier solltet ihr eher verzichten oder sehr zurückhaltend mit den Farben sein.

Musik

Charleston wurde ja schon genannt. In Deutschland waren die Comedian Harmonists populär. “Ein kleiner grüner Kaktus” oder “Veronika der Lenz ist” kennt fast jeder. International kam Glen Miller in den 30er Jahren auf, Edith Piaf wäre unbedingt als Künstlerin der 20er Jahre zu nennen und dann natürlich noch Duke Ellington. Es gibt Bands, die auf Musik dieser Zeit spezialisiert sind. Aber ihr könnt auch die Songs als MP3 kaufen und dem DJ zur Verfügung stellen. Wichtig ist einfach, dies mit ihm vorher abzusprechen.

Auto

Falls es euer Budget zulässt, wäre natürlich noch ein Hochzeitsauto im Stil der 20er oder 30er Jahre toll. Der Opel Olympia war zum Beispiel ein Fahrzeug dieser Zeit. Ein Klassiker bei Mercedes war der 170V. Aber daneben gab es damals noch viele andere Marken wie Fiat, NSU, Renault und andere – auch einige Marken, die es heute nicht mehr gibt.

Die Gäste

Wichtig ist, eure Gäste frühzeitig zu informieren, dass ihr eure Hochzeit im Dresscode der 20er / 30er Jahre plant. Umso eher ihr eure Gäste informiert, umso besser können diese sich darauf einstellen. Gebt ihr denen erst kurz vorher dazu Informationen, haben sie kaum Chancen sich darauf einzustellen.

Die Fotos

Falls wir euch als Hochzeitsfotograf begleiten dürfen, bearbeiten wir die Bilder natürlich im Stil der 20er und 30er Jahre. Der Farbfilm war gerade aufgekommen – überwiegend wurde noch Schwarz-Weiß fotografiert. Die Filme hatten noch ein ausgeprägtes Korn und waren, je nach verwendetem Filmmaterial, in den Farben sehr eigen. Falls auch Ihr bereit seid, das Risiko einzugehen, fotografieren wir gerne auch mit richtigem, analogen Film. Natürlich lassen sich auch solche Bilder später digitalisieren.

Fotos: Frauke Bönsch (www.fash.de), Make-Up Theresia Pistel (www.the-mup.com)

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